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Kemonozume

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1

Freitag, 28. November 2008, 09:43

Szene

Ich habe in der letzten Zeit viel über die Szene an sich nachgedacht. Darum wollte ich mal allgemein in die Runde fragen wie ihr einige Dinge so seht:

- was bedeutet für euch die "Szene"? Ist es ein Hobby, eine Lebenseinstellung, eine Familie....
- was gehört für euch unbedingt dazu? Was macht ein Mitglied der Szene aus?
- welche Lebenseinstellung gehört für euch dazu? welche Kleidung und welche Musik?
- und was ist mit so strittigen Untergruppen wie Cybers, Emos, Visus, Metallern und Punks gehören die für euch dazu? Wo ist für euch die "Grenze"?


Ich für meinen Teil rechne mich in jedem Fall zu Schwarzen Szene. Gothic würde ich nicht sagen, darunter versteht man wohl etwas anderes. Die Art und die Lebenseinstellung teile ich. Was die Kleidung angeht, so trage ich zwar immer schwarz, aber im Alltag eher selten Szenemode. Was bei mir wohl am wenigsten zu einem typischen Goth paßt, ist die Musik, da mein Musikgeschmack wirklich extrem breit gefächert ist. Cybers und Metaller gehören für mich schon zur Szene, wenn man sie auch etwas gesondert betrachten sollte. Bei Visus und Punks finde ich, gibt es Schnittpunkte. In Japan sind Visus ja eine Art Mischkultur aus Gothic und Punk,von daher sind wohl Gemeinsamkeiten da. Bei den Punks gibt es zumindest die Düsterpunks die Gemeinsamkeiten mit den Gothics haben. Wohingegen die "typischen Punks" für mich eher nichts mit unserer Szene zu tun haben.

2

Freitag, 28. November 2008, 15:38

Re: Szene

Zitat

- was bedeutet für euch die "Szene"? Ist es ein Hobby, eine Lebenseinstellung, eine Familie....

Hm, gute Frage. Ich beantworte es mal so: Es ist definitiv mehr als nur ein Hobby, ist aber keine Lebenseinstellung da es in dieser Gesellschaft nicht möglich ist so zu sein wie man wirklich sein will. Ich würde gerne etwas provokativer aussehen, nicht jeden Einheitsmüll mitmachen und nicht als "Satanist" oder "schwarzes Schaf" bezeichnet werden nur weil ich nicht dem Mainstream folge und nicht weiss wer "DSDS" gewonnen hat. Ich will mich nicht anpassen um einen Job zu bekommen. Dennoch tue ich es bzw. MUSS es tun. Ich würde sagen es ist eine beschnittene Lebenseinstellung.

Zitat

- was gehört für euch unbedingt dazu? Was macht ein Mitglied der Szene aus?

Er muss die Musik mögen und tiefergehende Gedanken auch nach aussen tragen. Es muss sich im Gespräch zeigen und nicht am Äusseren.

Zitat

- welche Lebenseinstellung gehört für euch dazu? welche Kleidung und welche Musik?

Kleidung ist IMHO nicht so wichtig, trägt aber einen Teil dazu bei "sein Innerstes nach aussen zu kehren". Selbst wenn jemand quietschbunt rumläuft würde ich ihn als Teil der Szene anerkennen wenn ich merke das er szenetypische Ansichten vertritt. Ob die Musik dabei melancholisch oder aggressiv ist bleibt jedem selbst überlassen.

Zitat

- und was ist mit so strittigen Untergruppen wie Cybers, Emos, Visus, Metallern und Punks gehören die für euch dazu? Wo ist für euch die "Grenze"?

Emo, Visu, Metall und Punk sind in meinen Augen eigene Subkulturen - Gothic hat sich wie die meisten wissen aus dem Punk entwickelt. Das was wir heute als Horrorpunk oder Batcave beschreiben war ordinärer Goth-Rock. Musik entwickelt sich weiter und auch wenn es vielen nicht gefällt würde ich Cyber dem Gothic zuordnen. Gothic besteht nunmal aus vielen verschiedenen Arten von Musik (Rock, EBM, Industrial - also quasi Gitarren, Gewummer und beides Gemischt :D )
Die Cyber sind nunmal die "Partygeneration" der dunklen Szene. Gibt es überall. Stört mich persönlich auch überhaupt nicht. Jedem Topf seinen Deckel.
Das Leben fickt Dich? Dann lehn dich zurück! Der Höhepunkt kommt noch...

Bei Fragen oder Problemen könnt Ihr mir jederzeit eine PN schicken

3

Samstag, 29. November 2008, 18:08

Re: Szene

ich stimme in großen Teilen mit Rakaniaz überein, aber was meinst du mit Szenetypischen ansichten?
Nicht alle denken intensiv über den Tod nach, sind Atheisten oder verachten die Gesellschafft... also wenn du sowas mit den Ansichten meinst, dann muss ich dir da leider wiedersprechen, das macht die Szene nicht wirklich aus (meiner Meinung nach)
¡La computadora dice que no!

4

Samstag, 29. November 2008, 18:22

Re: Szene

Zitat von »"Dimm"«

ich stimme in großen Teilen mit Rakaniaz überein, aber was meinst du mit Szenetypischen ansichten?
Nicht alle denken intensiv über den Tod nach, sind Atheisten oder verachten die Gesellschafft... also wenn du sowas mit den Ansichten meinst, dann muss ich dir da leider wiedersprechen, das macht die Szene nicht wirklich aus (meiner Meinung nach)


Mit Szenetypischen Ansichten meine ich solche Sachen, das man auch über melancholische Sachen nachdenkt, sich etwas intensiver mit seinem Leben beschäftigt. Nicht unbedingt negativ aber dafür intensiv. Ich finde das gehört schon dazu (Ausnahmen bestätigen die Regel - wie z.B. unsere Partygeneration ;) )
Das Leben fickt Dich? Dann lehn dich zurück! Der Höhepunkt kommt noch...

Bei Fragen oder Problemen könnt Ihr mir jederzeit eine PN schicken

Senseless Hope

unregistriert

5

Samstag, 29. November 2008, 19:06

Re: Szene

Also für mich ist die Schwarze Szene ne Lebenseinstellung und garkeinen falls eine Familie. dafür wird zu viel gelästert , betrogen udn belogen. Wenn ich teilweise dran denke wie Mitglieder der szene andere anschauen als wärs nen Alien. da kann man sowas nicht familie nennen.

Was dazu gehört?
hm gute Frage.. ich denke diese gewisse Einstellung sollte schon vorhanden sein dann natürlich auch der hang zur Musik und evtl das Styling. Desweiteren finde ich sollten die Leute aus der Szene tolleranter sein als "normale" leute. aber meist ist das ja leider nicht der fall.

Welche Lebenseinstellung musik etv?
Hm die Lebenseinstellung ist schwer zu beschreiben aber im allgemeinen ist das was ich an der szene schätze die offene Art . Die Einstellung an sich lässt sich einfach nicht beschreiben. Die Kleidung muss meiner meinung nach auch nicht dark sein. ist jedem das seine was er anzieht. Jedoch finde ich sollte die musik schon in die dunkle richtung gehen. Egal ob Metal goth EBm oder sonst was. Denn ich denke grade Musik ist das was die Einstellung ausdrückt .

wegen den Untergruppen:
Nuja .. es ist jedem das seine wie er sich kleidet udn welche spezielle "dunkle" musik er hört. Ich beispielsweise mag keine Emos. Aber damit meine ich diese Kommerzemos. Mit allen anderen komm ich persönlich gut klar und zähl sie auch fest zur szene dazu


so das wars erstmal von meiner ansicht ^^

LG katha

6

Sonntag, 30. November 2008, 01:29

Re: Szene

Ich für meinen Teil sehe mich nicht als Gothic. Ich bin mehr ein Teil-Goth, ich mag die Leute, die Einstellung, die Musik, das Anders sein. Der Grund, das ich mich nicht ganz der Szene zuschreibe ist einfach, das ich ein sehr vielfältig denkender Mensch bin. Ich habe viele Facetten, viele Kreise, in denen ich mich bewege. Ich bin eben einfach ich selbst - und ich passe in keine Schublade!

Generell finde ich es nicht schlecht, das Gothic allein schon viele Untergruppen hat. Emo und Cyber kann ich mir z.B. ohne Gothic als Basis nicht vorstellen, wobei Emo recht Grenzwertig ist. Emo ist schon ne Spur zu krass, zu klischeebehaftet - zu wenig Hintergrund. Gothics sind ja keine Niedergeschlagenen, schlecht gelaunten und ständig an den Tod denkenden Individuen, sondern ein durchaus farbenfrohes Volk, farbenfroher als man es nicht glauben mag. Gut, ich will nicht sagen das Emos nicht anders sind, aber Emo ist irgendwie... sehr kitschig und klischeebehaftet, Gothic da eher nicht so. Metaller und Punks haben - meiner Meinung nach - mit der Gothic Kultur nichts gemeinsam. Ich selbst würde mich der Metaller-Szene auch in gewisser weise zuschreiben (hey, lange Haare ;)).

Die Frage ist eigentlich: Was ist die Szene, welche Szene? Was ist Gothic? Für mich ist es eine Einstellung, ein Lebensstil, und der wichtigste Aspekt: Gleichgesinnte!

Was für mich unbedingt dazugehört: Die Farbe Schwarz (ich trage eigentlich nur schwarz, okay hin und wieder mal ne Jeans...), und vor allem die Offenheit gegenüber Dingen, mit denen sich eben nicht jeder Beschäftigt. Was diese Dinge sind, steht jedem völlig frei. Ob nun ein spiritueller Aspekt (so ist es bei mir!), eine Lebenseinstellung, die Musik (ja, da zähle ich mich auch zu!), oder gar ein sexueller Hintergrund - irgendwas besonderes finde ich gehört einfach dazu. Sonst wäre man ja "Normal"... und "Normal" sein ist einfach nur langweilig - normal eben, nichts besonderes. Gut, aber was ist wiederum Normal?

Wie man also daraus erkennt: Die Szene, wie ich sie sehe, ist eine Interessensgemeinschaft. Familie würde ich nicht sagen, sondern eher ein Lifestyle, für den man Gleichgesinnte sucht, und mit diesem die Zeit verbringen will.

~neo

7

Samstag, 27. Dezember 2008, 01:29

Re: Szene

Erstmal zu den "Klassen".
Du kannst zB die Gruppe der Metaller nochmal sehr weit Splitten: Ich zum Beispiel höre hauptsächlich Metal, renn aber schwarz und in Ledermantel rum und habe (relativ) lange, schwarze Haare. Es gibt aber auch Pagan Metaller, Black Metaller und und und.... ich würde nicht alle davon der schwarzen Szene zuordnen, die Nu Metaller zumindest auf keinen Fall. Ansonsten kommt es individuell auf die Einstellungen der jeweiligen Person an, denn das ist es ja, was uns hauptsächlich aumacht. Natürlich drückt sich dies auch teils durch die Musik aus.
Für die Punks würde ich selbiges sagen, auch, wenn ich vermuten würde, dass es sehr viel weniger davon gibt (auch der Punk lässt sich in mindestens 5 Gruppen aufsplitten....), bei den Emos würde ich zwischen Mainstream und Einstellung unterscheiden und letzteres laut den hier beschriebenen und mir geläufigen Definitionen der Szene zuzählen.
Die Cybers zähle ich auf jeden Fall mit dazu. Visus wüsste ich jetzt nichtmal genau zu definieren......


Outfit soll jeder selbst eintscheiden, auch wenn ich zB. n schlichten Trainingsanzug zB. inner Trixxe nicht grad gutheißen würde.... (oder Hopperoutfits etc.). Aber auch hier drückt sich ja wieder der persönliche Geschmack/die Einstellung automatisch im Kleidungsgeschmack aus, wodurch sich das von selbst erledigt.

Was macht ein Szenenmitglied für mich aus? Nun, wie oben mehrfach erwähnt, zählt vor allem die Einstellung und die Denkweise. Trotzdem sollte meiner Meinung nach ein gewisser Hang für die entsprechende Musik (Metal, Gothic, Industrial etc.) vorhanden sein.

Und zum Schluss die Bedeutung für mich von der Szene: Sie ist für mich ein großer Freundeskreis, an manchen Stellen enger, an anderen weiter. Allerdings lässt sie noch Platz für die anderen Dinge wie Freunde, die nicht aus der Szene sind sowie Hobbys, Sport (ist für mich schon n extra unterpunkt, bin Sportfanatiker....), Familie etc. . Es ist also keine Lebenseinstellung und auch keine Familie für mich, was nicht heißt, das ich mich in ihr nicht wohlfühle, ganz im gegenteil....

Ich weiß nichtmal, wie ich mich in den Unterklassen einordnen soll. Ich denke sehr philosophisch über das Leben, denke generell sehr viel, kleide mich schwarz mit Kampfstiefeln und Iron Maiden-Shirt (nicht nur, is klar), Ledermantel und ner Menge Nieten, höre haber vorzugsweise Metal aus fasst allen Subkategorien (ausser alle mit "grind"), aber auch n anderen, breiten Fächer in der Musik. Ich glaube, im großen und ganzen bin ich so eine Mischung aus Metaller und Gothic, aber an sich würde ich mich einfach nur als Mitglied der schwarzen Szene bezeichnen
Wir sind anders als die Andern, auch wenns keine Andern gibt



"Männer denken immer nur an das Eine"

"Stimmt!!!! ICH HABE HUNGER!!!!"

Nachtfalke

unregistriert

8

Montag, 29. Dezember 2008, 15:24

Re: Szene

Es erstaunt mich immer wieder von neuem, dass man die Lebenseinstellung betont, wobei es nicht weiter genauer definiert wird. Ist es der Sinn für Romantik, welches man sich in schwarzen melancholischen Gegebenheiten aufhält? oder nur der Sinn nach grotesk, verrückter und morbider Party?
Es ist auch erstaunlich, dass man nie jemanden finden wird, der sich als "Gothic" bezeichnet - ich denke auch darin liegt der Untergang einer Szene, wenn sich keiner zu dem bekennt was er im Grunde eigentlich ist. Bei Punks, beispielsweise, kennt man dies nicht. Da ist man nun Punk oder gehört eben nicht dazu, da gibt es kein Reden um den heißen Brei - entweder man ist es oder eben nicht - ohne Zwischenstufen.
In den 10 Jahren, in den ich mich nun innerhalb der Szene aufhalte, habe ich die unterschiedlichsten Leute kennen gelernt und dabei oft beobachtet, dass viele (nicht alle) einfach so sind, wie auch die Trash/Norm/Fun- Gesellschaft. Sie finden es spaßig in schwarz rum zulaufen und wenn man tiefsinniger wird, dann hört es schon auf mit der Diskussion über ihre "nicht vorhandene" Lebenseinstellung. Es gibt auch welche die einfach nur die Musik toll finden, wobei daran nichts schlimmes zu entdecken gibt, ich denke sowieso, dass sich die Szene größtenteils über die Musik definiert, wenngleich nicht alle Aspekte damit abgedeckt werden können. Dann gibt es auch welche, die einen tieferen Sinn suchen und einmal mehr über ihre Existenz nachdenken und sich den Künsten hingeben.


Zitat

Wie man also daraus erkennt: Die Szene, wie ich sie sehe, ist eine Interessensgemeinschaft. Familie würde ich nicht sagen, sondern eher ein Lifestyle, für den man Gleichgesinnte sucht, und mit diesem die Zeit verbringen will.


Lifestyle ist wohl das richtige Wort dafür. Wobei es betreffend der schwarzen Szene schon so breitgefächert ist, dass dieser Style alles mögliche sein kann, wenn dieser sich nicht in Gold oder Klitzer entfaltet. ;)

Zitat

Nuja .. es ist jedem das seine wie er sich kleidet udn welche spezielle "dunkle" musik er hört. Ich beispielsweise mag keine Emos. Aber damit meine ich diese Kommerzemos. Mit allen anderen komm ich persönlich gut klar und zähl sie auch fest zur szene dazu


Emo hin oder her - ich beurteile die Menschen erst dann, wenn ich mit ihnen in Kontakt gekommen bin und mich schrecken Kategorien wenig ab - ich sehe gerne den Menschen dahinter, der mit mir spricht und mit dem ich einen Meinungsaustausch hatte, ganz gleich ob er nun Punk, Emo, Gothic oder Skin ist.
(Es gibt auch Leute in der schwarzen Szene, die ich nicht mag, aber dies hat eher was mit ihren Gehabe und die Art ihres Auftretens gegenüber Anderen zu tun.)

Zitat

hm gute Frage.. ich denke diese gewisse Einstellung sollte schon vorhanden sein dann natürlich auch der hang zur Musik und evtl das Styling. Des weiteren finde ich sollten die Leute aus der Szene tolleranter sein als "normale" leute. aber meist ist das ja leider nicht der fall.


Im Grunde stimme ich dem zu - doch welche Szene ist schon zu 100% tolerant? ^^


Zitat

was gehört für euch unbedingt dazu? Was macht ein Mitglied der Szene aus?


Aus soziologischer Sicht (betreffend für alle Szenen) - ist ein Mitglied erst dann dazugehörig, wenn er sich den Sitten/Gebräuchen und Veranstaltungen angezogen fühlt und sie auslebt bzw. praktiziert. Wenn er sich in Sphären aufhält wo sich innerhalb einer Szene bekannte Treffpunkte etabliert haben.

Atropin

unregistriert

9

Donnerstag, 19. Februar 2009, 11:30

Das Problem bei den Gothics sind einfach diese vielen ungeschriebenen Regeln. Das hat man bei Punks z.B. nicht.
Da gibt es keine Regeln hinsichtlich Frisuren, Kleidung, Musik und sozialem Umgang.
Bei den Gothics ist dies sehr stark ausgeprägt.

Das beste Beispiel dafür ist wohl, die uns allen bekannte Gothic Single Börse. Bzw. dort merkt man es am deutlichsten. Wenn man nicht einer bestimmten Zielgruppe, bzw. bestimmten Klischees entspricht, wird man dort nicht weiter beachtet im besten Fall. Manchmal wird man obendrein noch angefeindet und beleidigt.
Besonders letzteres ist eine Tendenz, die in meinen Augen in den letzten Jahren immer mehr und mehr zunimmt. Diese vielen Feindseeligkeiten, Kleinkriege und Mobbing innerhalb der Szene gab es in diesem Maße früher nicht.
Eigentlich ist es einfach traurig. Wenn da angestaute Wut und Aggressionen sind, dann sollte man sie nach außen rauslassen. Von mir aus gegen Hopper, Emos oder sonst was.
Es wird immer propagiert, dass wir ja eine große Familie sind. Was bringt es dann, sich innerhalb dieser Familie selbt zu zerfleischen.
Auf der anderen Seite, könnte das auch wiederum der Grund für alles sein. In den meisten Familien kommt es ja auch oft genug zu Zoff und Streit.

10

Donnerstag, 19. Februar 2009, 11:37

das problem bei der single börse - oder internet allgemein wo viel los ist - ist doch natürlich, dass jeder hunz und strunz zugriff darauf hat und eben leider nicht jeder in eine gewissen grad sich gesittet und richtig verhält. und wie schonmal erwähnt gibt es in jeder szene totale vollhonks.

da bleibt sowas leider nicht aus. die trends gehen eben dahin, dass wir nicht mehr aus intelligenten menschen bestehen - poetisch - mystisch angehaucht - sondern wir bestehen im hauptteil der szene nur noch aus BUMM BUMM BUMM - CLUBS GEHEN - UND HAUPTSACHE BÖSE.

Da bleibt der intellektuelle teil leider völlig aus. ein grund warum mir z.b. der "trend" in gewisse ebenen nicht gefällt.

Und nochwas zur börse.
ich bin ja jetzt auch nicht einer, der wie der typische gothe aussieht. jedoch wurde ich noch NIE für mein verhalten und aussehen dort blöd angemacht.
WIR DREH´N AUF SUPER 8!!!

Atropin

unregistriert

11

Donnerstag, 19. Februar 2009, 17:31

Du bist ja durch deine Musik und deine Bekannten auch Bekannt in der Szene. Da trauen sich einige das nicht. Es liegt doch in der Natur des Menschen sich mit Vorliebe an Schwächeren zu vergreifen.

Aber zurück zur Szene. Ich denke du hast da recht. Aber ich für meinen Teil unterscheide da mittlerweile sowieso:
Es gibt eine sehr große Masse für die Gothic aussagt, dass man sich in den Szeneläden Klamotten von der Stange kauft und an jedem Wochenende an der Clubtourne teilzunehmen, die sich ja jeden Monat wiederholt. Solche Proleten und Fußvolk hat man wohl in jeder Szene. Mag böse klingen aber mir fällt kein passenderer Begriff ein. Für die besteht die Szene eben nur aus Mode, Musik und Party.

Dann gibt es da noch die anderen, meißt Älteren. Wie ich festgestellt habe, sind die meist zurückhaltender bzw. profilieren sich nicht so extrem. Bei ihnen sind die Interessen anders verteilt. Das ist auch die Fraktion die sich eher bei C&A und H&M einkleidet als in den einschlägigen überteuerten Szeneläden. Oder was ich beeindruckender finde: Die ihre Kleidung wirklich noch selbst nähen. Da kann man schon staunen.

Im Grunde sollte jedeoch feststehen, dass Gothic keine Szene bzw. Ideologie ist die auf Festivals oder in düsteren Diskos gelebt wird.

12

Mittwoch, 25. Februar 2009, 20:39

Das Problem bei den Gothics sind einfach diese vielen ungeschriebenen Regeln. Das hat man bei Punks z.B. nicht.
Da gibt es keine Regeln hinsichtlich Frisuren, Kleidung, Musik und sozialem Umgang.
Bei den Gothics ist dies sehr stark ausgeprägt.


Das stimmt so definitiv nicht! Klar sind optische Dinge nicht so wichtig, aber was die Grundeinstellung angeht, werden schon einige Dinge vorausgesetzt. Zumindest wenn man man von solchen Abarten wie Nazi-Punks, Oi-Punks oder meiner Meinung nach bunthaarigen Asis mal absieht.
ZB ist der 'normale' punk sehr gesellschaftskritisch und setzt sich auch aktiv gegen rassistische, sexistische und homophobe Äußerugen und Taten ein. (der eine mehr, der andere weniger!)
Glaub mal nicht, das man da nicht einiges zu hören bekommt, wenn man nen sexistischen Spruch drückt (Witze sind natürlich schon erlaubt, wenn sie als solche erkennbar sind) oder man ein Bierchen mit nem Fascho trinkt. Und das finde ich auch gut, so bleibt wenigstens eine Diskussion über die Grundsätze und deren Entwicklungen im Gange.

So, ich komme aber von der Szene ab, um die es hier geht.
Zu der kann ich allerdings nicht viel sagen, da ich mich erst seit 2 Jahren darin rumtreibe und das vor allem aus musikalischen Gründen.
Mir sind noch keine Grundsätze der Szene oder so aufgefallen, außer nem Hang zu schwarz und morbidem...
Unglaublich viele Leute sind ganz normale Leute, die ich zum Großteil nichtmal sympathisch finde (wobei sich hier jetzt bitte NIEMAND angesprochen fühlen soll!)
Bei zunehmender Dunkelheit ist mit Nacht zu rechnen!

13

Donnerstag, 26. Februar 2009, 20:17

hehe, da kannste aber ma nix machen, ich fühle mich angesprochen ;)

Also ich persönlich bin eigentlich verdammt normal, wenn man jetzt mal die ein oder andere Feier außen vor hält (eben halt jene schwarzen Feiern) und ich finde das auch gut so... die s.g. "schwarze Szene" nimmt eigentlich jeden auf, solange man zumindest einigermaßen Tolerant ist und, wie schon gesagt, einen hang zum schwarzen/morbiden/provozierendem hat... also, Regeln sind mir bisher nochnet aufgefallen, außer evtl. dass man schwarz tragen sollte...
ich kenn totale Idioten, die sich zur Szene zählen und ich kenn auch viele sehr interessante/intelligente Menschen (meiner Meinung nach) die ich ebenfalls in die Szene einordnen würde... gleiches gillt allerdings für so gut wie alle Szenen.
Solche Proleten und Fußvolk hat man wohl in jeder Szene. Mag böse klingen aber mir fällt kein passenderer Begriff ein. Für die besteht die Szene eben nur aus Mode, Musik und Party.

Dann gibt es da noch die anderen, meißt Älteren. Wie ich festgestellt habe, sind die meist zurückhaltender bzw. profilieren sich nicht so extrem. Bei ihnen sind die Interessen anders verteilt. Das ist auch die Fraktion die sich eher bei C&A und H&M einkleidet als in den einschlägigen überteuerten Szeneläden. Oder was ich beeindruckender finde: Die ihre Kleidung wirklich noch selbst nähen. Da kann man schon staunen.

Im Grunde sollte jedeoch feststehen, dass Gothic keine Szene bzw. Ideologie ist die auf Festivals oder in düsteren Diskos gelebt wird.
Was das hier angeht, muss ich ma wehement widersprechen... für mich besteht die schwarze Szene so gut wie nur aus Musik und Mode, party mag schon eine kleine Rolle spielen, aber wo trifft man sonst großartig "gleichgesinnte"?
Ich mein, aus was sollte die Szene sonst bestehen? Jemand, der weder schwarze Musik hört, noch sich so anzieht, den würd ich nicht dazu zählen, auch wenn er noch so düstere Gedanken hat, oder worauf sich auch sonst deiner Meinung nach die Szene gründen soll (soll nicht angreifend gemeint sein :) )

Was dein Beispiel mit den älteren angeht... welche Interessen haben die denn im Gegensatz zu uns anderen? Wo ist der Unterschied, ob ich mir nun ein schwarzes Hemd in sogenannten "Szene Läden" kaufe, oder bei C&A? Kommt irgendwie aufs gleiche hinaus...
Kleidung selbst nähen... schau dir ma 2/3 aller Cyber an (mal als Beispiel, weil ich da keinen kenne, den wir hier als "älter" bezeichen würden)... so gut wie alles selbst gebastelt, obs die Haare, die Masken, oder andere Teile des Outfits sind... ist für mich genauso Handarbeit, wie nähen (ich kanns auch persönlich bestätigen, ich hab schon einige Stunden an meinem Hut und meiner Maske gebastelt...)
Und zu guter letzt, wo trifft sich die Szene sonst, wenn nicht auf Festivals oder in Diskos? Wenn sich alle alleine zuhause hinsetzen, dann haben wir keine Szene, die Masse an Leuten die sich zusammen treffen machen aus ner eigenen Idee erst eine Szene...
naja, soviel erstma von mir
lG Dimm
¡La computadora dice que no!

14

Freitag, 27. Februar 2009, 06:03

hehe, da kannste aber ma nix machen, ich fühle mich angesprochen ;)lG Dimm


Ach, du hast ja doofe Ohren! :razz:
Wenn ich euch hier meinen würde, würd ich mich wohl kaum so viel hier aufhalten! ;)
Bei zunehmender Dunkelheit ist mit Nacht zu rechnen!

Aldrago

unregistriert

15

Dienstag, 3. März 2009, 03:21

meine meinung

- was bedeutet für euch die "Szene"? Ist es ein Hobby, eine Lebenseinstellung, eine Familie....
Für mich ganz klar ne Lebenseinstellung, kein Hobby und keine Familie. Ich sehe mich oft nach Ruhe und Stille wo findet man die an dunklen Orten, was kann man da gut, meditieren, nachdenken, durchatmen, Gedichte schreiben etc.
Ich bin melancholisch angehaucht vom feinsten, manchmal zuviel müsst man meinen. Ich finde mich in meiner eigenen Welt besser zurecht als ne vorgelebte. Ich bin ich und die Szene ist Szene, aber ich sehe mich trotz allem als teil dessen. Merkwürdig fühl sich das grad an. hmm



- was gehört für euch unbedingt dazu? Was macht ein Mitglied der Szene aus?
ähm ja, als gäbe es ne Pflicht, denke da gibt es viele Seiten. Für mich gehört dazu das man man Selbst ist, aber ich endecke zuviele in der Szene die das auch nich sind, also nja, schwer


- welche Lebenseinstellung gehört für euch dazu? welche Kleidung und welche Musik?
Für mich man sieht mich man hört mich, man sieht mich tanzen. inzwischen denk ich soll jeder selbs wissen, selbs die die meinen andere nacheinfern zu müssen. was solls


- und was ist mit so strittigen Untergruppen wie Cybers, Emos, Visus,
Metallern und Punks gehören die für euch dazu? Wo ist für euch die
"Grenze"?

Naja, gibt es nich ne gewisse offenheit in der Szene?, Subkulturen oder besser alle Kulturen überschneiden sich numa häufig mal zum positiven mal zum negativen.


Ich weiß nur was schade ist ist die Tatsache , das die Szene viel zu viel Partykultur ist.

16

Dienstag, 3. März 2009, 12:56

RE: meine meinung


Ich weiß nur was schade ist ist die Tatsache , das die Szene viel zu viel Partykultur ist.
SIGNED!!
WIR DREH´N AUF SUPER 8!!!

17

Dienstag, 3. März 2009, 14:48

RE: meine meinung

Ich weiß nur was schade ist ist die Tatsache , das die Szene viel zu viel Partykultur ist.
Das liegt in meinen Augen aber sehr stark an den Jugendlichen und/oder den Cybers. Wenn ich mir hier in Dortmund mal ein paar Leute und Treffpunkte genauer anschaue dann kommen da die unterschiedlichsten Gruppierungen zusammen.

Zum Einen wäre da die Fraktion die sich (un)regelmäßig im Keuning-Park trifft, einfach nur zusammensitzt und ein paar Bierchen trinkt, dann die Leute die man ständig in der Matrix/Paint/Sixx und auf dem DS sieht und halt eben jene, die man schon so oft auf der Straße gesehen hat aber noch nie auf irgendwelchen Parties.

Ich meine wer mich vom DS oder sonst wo her kennt weiß auch, dass ich nicht zur Partyfraktion gehöre sondern lieber nen 5er ausgebe um in einen Laden zu kommen auf dem meine Lieblingsmusik laut gespielt wird und ich mir dabei mit ein paar Leuten 2-3 Bierchen trinken kann.

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Mr. Niles

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18

Dienstag, 3. März 2009, 20:31

RE: RE: meine meinung



Ich weiß nur was schade ist ist die Tatsache , das die Szene viel zu viel Partykultur ist.
SIGNED!!
So do I!
There was just an empty room with the window wide open and a note pinned to a chair. It said, "Welcome friends! You passed the test! And I'm glad you could make it. From here you watch the world go by, and doesn't it look sad?
And, like me before you, I'm quite sure that you'll also take a dive so?"
LPD - Citadel

19

Mittwoch, 4. März 2009, 06:09

Aber ob das nun nur an den Cybern liegt, wage ich zu bezweifeln.
Ich kenn genug andere, die außer Party nix im Kopf haben.

Andererseits sieht man viele Leute ja auch NUR auf Partys, und wenn man auf ner Party ist, macht man ja meist auch Party. Wer weiß schon, was die Leute sonst so machen.

Ich bin auf jeden Fall viel mehr als Party, wobei man da sagen muss, das ich meine Dauerpartyphase auch schon exzessiv hinter mir hab! ;)
Bei zunehmender Dunkelheit ist mit Nacht zu rechnen!

Nono

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20

Mittwoch, 7. Juli 2010, 22:49

- was bedeutet für euch die "Szene"? Ist es ein Hobby, eine Lebenseinstellung, eine Familie....

Mhm... also ich würde die "Szene" auf jedenfall als eine Lebenseinstellung sehen und auch teilweise als Hobby, da sich ein großer Teil meiner Freizeit damit auseinandersetzt. Liegt aber auch denke ich mal daran, dassich meine "Szene" gezielt zum Hobby mache :P

- was gehört für euch unbedingt dazu? Was macht ein Mitglied der Szene aus?

Hier würde ich sagen, dass sich die Mitglieder in der "Szene" integrieren und man sie auch daran erkennt. Für mich gehört jeder der "Szene" an, der einfach so ist wie er ist und sich nicht den andern der "Szene" verschließt xD

- welche Lebenseinstellung gehört für euch dazu? welche Kleidung und welche Musik?

Tihi böse Frage :P Da habe ich meine gaaaaaaanz merkwürdige Meinung xDDD

  • Partey
  • Viel Bass
  • Tanzen xD
Kleidung kann von mir aus jeder tragen was er will :D AMOK ftw xD
- und was ist mit so strittigen Untergruppen wie Cybers, Emos, Visus, Metallern und Punks gehören die für euch dazu? Wo ist für euch die "Grenze"?

Oha... da ich glaube ich selber am Rande des ertragbaren rummshuffel, halte ich hier besser die Schnauze
:ugly: Aber es ist mir eigentlich egal was die Menschen machen... hauptsache sie haben Spaß dabei :D


Dark-Music-Shuffle-Crew-NRW

21

Donnerstag, 8. Juli 2010, 13:38

- Was bedeutet für euch die Szene?

Idealbild: Kollektiv interessanter Individualisten mit einer Vorliebe für Androgynie, Punkappeal, Provokation, Morbides und Spirituelles (und Reste davon gibts auch noch, nur die junge Genereation ist da leider von ausgenommen...)

Realität: Pöbel, Bauernpack, Technospacken, Schattenreichgrufties, Kitsch und Nonkonformistenuniform. Eigentlich nichts, mit dem ich zwingend was zu tun haben will, aber man wird wohl zwangsläufig mit diesen Seuchen in einen Topf geschmissen, sobald man erkennbar un-emo schwarz rumrennt.

- Was gehört für euch unbedingt dazu?

Idealbild: Individualismus, ein eigener Kopf und nach meiner Wunschvorstellung eine Vorliebe für Musik der 80er xD Ansonsten sollte gelten: Anything goes. Schwarz mag eine Grundfarbe sein, aber es gingen ja auch Stinos und Kunststudenten in die Batcave. Zum Goth-Club wurde der Laden erst so ca. `84. Desweiteren ein Punkappeal. Goths (im Ursprünglichen Sinne) sind Punks in Schwarz!

Realität: Bullet Store, zu wenig Klamotten bei zuviel Speck, grauenhafte Musik (von Techno bis Deutschrock), Competition ("Ich tanz besser als du!" oder "Ich war zuerst pink!" oder "Kitty is mein Name, du Fotze!") und Wohlstandsdepression. Nicht zu vergessen die Nonkonformistenuniform.

- Welche Lebenseinstellung gehört für euch dazu? Welche Musik, welche Kleidung?

Idealbild: Aus den Wurzeln des Punk heraus natürlich ein Hauch Anarchismus in allen Bedeutungen: Keine Autoritäten, keine Regeln. Das kam noch vom Punk mit in die frühe Szene. Goth unterschied sich von den destruktiven Punks durch eine positive, konstruktive Grundeinstellung, weswegen man Bands wie The Sisters of Mercy auch eine Zeitlang Positive Punk nannte.
Die Musik ist die, die zu Anfang gehört wurde: '77 Punk (Sex Pistols, Clash), das unglaublich schwammige Genre Batcave (Specimen, Sexbeat, The Gun Club), Positive Punk (alte New Model Army, alte Killing Joke, Adam and the Ants), Wave (Siouxsie and the Banshees, The Cure) und Goth Rock (erste und Zweite Welle: The Mission, The Sisters of Mercy, Vendemmian, Children on Stun, Rosetta Stone usw.) Allerdings ist das wieder nur auf mich bezogen, weiterhin gilt: Anything goes, solange es ein Hauch Alternative in sich hat. The Smiths gehen genauso wie Public Image Ltd. wie Depeche Mode.

Realität: Orkusabo, Überfliegen diverser Philosophen, übertriebene Arroganz, Oberflächlichkeit, (Hört einfach "Einheitsschritt" von ISECS. Der Song lässt sich prima auf Heute übertragen. Und "Tango 2000" von Nichts.)

- "Strittige Untergruppen" wie Cybers, Emos, Punks ud Metaller:

Keine davon hat mit Goth irgendetwas zu tun. Cybers sind die Überläufer vom Techno, deren Musik zu schlecht war, um in der Technoszene gehört zu werden (X-Rx, Faderhead oder Extize z.B.). Emos haben schon eine ganz andere Wurzel als die Goths, die kommen im Gegensatz zu den Grufties nicht vom '77-Punk, sondern vom US-Hardcore - Eine Band wie Agnostic Front mit den Sex Pistols zu vergleichen ist auch irgendwie schwer möglich. Keine gemeinsame Wurzel, keine gemeinsame Szene. Punks sind da ein ganz spezielles Kapitel: Es gibt ganz klar Punk-Spielarten, die mehr Goth als Punk sind (Horrorpunk, wegen seiner unpolitischen Attitüde, Horrorthemen und dem Spaßfaktor), jedoch war Goth eine konstruktive Abgrenzung zu den destruktiven Punks. Goths hörten um ca. '80 Positive Punk, Punks Anarcho-Punk. Verwandt mögen beide Szenen sein, aber Goth und Punk haben heutzutage nichts mehr miteinander zu tun, gerade wenn ich mir die Strassenköterpunks ansehe, die heutzutage an jedem Bahnhof zu finden sind. Und Metal... Naja - Ich hörte viel von Zeiten, als Metaller und Goths noch unversöhnliche Feinde waren. Und Gothic Metal hat mit Gothic ja mal so gar nix zu tun!
[Punk] would shape a glossary in which the passive neologisms of 1970s human-potential and self-improvement therapies (Thank you for sharing your anger with me) were translated back into active English (Fuck off and die). - G. Marcus/Lipstick Traces

Ihr seid doch alle ein Haufen konformistischer Nazi-Cheerleader!

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Donnerstag, 8. Juli 2010, 22:06

Naja, gut, Aleks... das ist die Ursprüngliche Goth-Szene...

Ehrlich gesagt habe ich nicht alzu viel Ahnung von dieser Szene... allerdings halte ich auch nicht so viel davon, sich in eine Szene zu "verhaften". Wenn die eigene Vorstellung von etwas Gutem, also die eigene Meinung 100%ig mit dem Bild einer Szene (erstmal egal, welche) übereinstimmt, dann okay. Allerdings ist das, würde ich mal sagen, eher selten der Fall.
Das ist ja der Grund, warum sich immer mehr Subkulturen bilden. Eben weil sich (Beispiel Cybers) viele mehr mit nem bunten Partyleben und ner dunkleren Version des Technos identifizieren können.
Ich selbst gehöre am meisten der Metalfraktion an, obwohl ich mich eig. nicht gern kathegorisiere. Ich bin halt ich und höre und trage das, was ich möchte. Ich bin an sich in der Szene, weil ich n großteil der Musik mag, mich mit den Leuten am besten verstehe und mein Kleidungsstil am Besten darein passt. Ich beschreibs aber auch eher als die "schwarze Szene", wobei ich damit das Meiste umfasse.
Ich weiß, das es mehrere Szenen sind, die zT. wenig miteinander zu tun haben, aber so isses für mich am Einfachsten, n Begriff zu nennen, wenn ich gefragt werde, ohne gleich ne ganze Erklärung abliefern zu müssen...
Wir sind anders als die Andern, auch wenns keine Andern gibt



"Männer denken immer nur an das Eine"

"Stimmt!!!! ICH HABE HUNGER!!!!"

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Donnerstag, 8. Juli 2010, 22:21

Früher war zwar nicht alles besser, aber übersichtlicher! :D

(Schrieb Mr. Niles, weil Batty gerade über meinen Rechner hier eingeloggt ist)

Falls jemand WIRKLICH an der Entstehung des Ganzen interessiert ist, sei ihm/ihr das Buch "Rip it up and start again" von Simon Reynolds empfohlen! Wenn ich`s zuende gelesen habe, wäre ich auch bereit, es zu verleihen (WMF!) :D
Religion ist heilbar :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Batty_71« (8. Juli 2010, 22:26)


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Donnerstag, 8. Juli 2010, 22:31

"Rip it up..." steht in meinem Bücherregal.^^

Viel interessanter als Simon Rippin (ist der Name und der Titel zusammen eigentlich ein Wortspiel?) sind die Bücher von Mick Mercer, einem britischen Journalisten, der sich seit den späten 70ern mit der beginnenden Goth-Szene befasst. Auf seiner Homepage steht schon einiges als PDF bereit, wer aber ein paar Euro investieren will, der sollte sich seine Gothic Rock-Bücher auf Amazon oder so bestellen, die sind echt gut!
[Punk] would shape a glossary in which the passive neologisms of 1970s human-potential and self-improvement therapies (Thank you for sharing your anger with me) were translated back into active English (Fuck off and die). - G. Marcus/Lipstick Traces

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25

Donnerstag, 8. Juli 2010, 22:36

ZUnächst füge ich mal dieses nette Bild ein:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de…warze_Szene.png
(ja, es ist Wikipedia, aber ich fand es trotzdem treffend, wenn auch nicht vollständig)

Diese Grafik verdeutlicht ganz gut, was meine Wenigkeit unter der "schwarzen Szene" versteht, nämlich ein breit gefächertes Sammelsorium unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen und deren Anhängern, die jedoch eines gemeinsam haben: Abgrenzung zum Mainstream (ok, vll nicht immer), die Grundfarbe Schwarz (ja, ok, lassen wir die Cybers mal weg ;) ) sowie Mode (gemeinsam im Sinne von: man erkennt, dass man zur "Szene" gehört).
Es haben sich im Laufe der Zeit dermaßen viele Strömungen entwickelt, dass man heutzutage unmöglich von der "Gothic-Szene" sprechen kann, da dieser begriff einfach nicht mehr zutrifft. Ich nehme mal den Aleks als Beispiel, der ja offensichtlich das Kotzen bekommt, wenn jemand diesen Ausdruck als Oberbegriff nimmt, angesichts der der Tatsache, dass die von ihm nicht grade gemochten Leute diesen Begriff ebenfalls für sich beanspruchen (evtl. aus Unwissenheit). Genauso geht's mir, wenn ein Cyber von sich behauptet "Industrial" zu hören (ich pack mir da jedes mal an den Kopf).
Die Begrifflichkeiten sind einfach mit der Zeit total verwässert angesichts der Tatsache, dass fast täglich ne neue musikalische Silrichtung a la electro-goth-cyber-batcave-metal hinzukommt. Ich denke mal, dass der ganze Streit, wer oder was denn nun zur Szene gehört zum Großen Teil einfach auf diesen veralteten Oberbegriffen wie "Gothic" aufbauen, die heute als solche keine Gültigkeit mehr besitzen, sondern nur noch einen kleinen Teil des großen, ganzen schwarzen Suppentopfs kennzeichnen.

Daher benutze ich eigentlich grundsätzlich den Ausdruck "schwarze Szene" und dieser begriff ist für mich das, was das anfängliche Bild verdeutlicht.